Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tiere?

Liegt euch etwas auf dem Herzen, seid ihr traurig oder ist einer Eurer Lieblinge gestorben. Hier darf wer will darüber reden.

Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tiere?

Postby Jacko » Saturday 27. September 2014, 22:45

Hallo zusammen!
Habe da auch direkt einen kleinen Kummer, der von Tag zu Tag größer wird.
Wie einige von euch bereits gesehen haben, halte ich mit Vorliebe giftige bzw. hochgiftige Tierarten & mein Interesse daran steigt von Minute zu Minute!
Ich wohne z.Z. in NRW (wie schonmal erwähnt bin ich noch junge 19 Jahre) und noch bei meiner Mutter. Meine Mutter findet Reptilien ebenfalls sehr interessant & erkennt sich selbst in mir wieder. Da unser Familienleben so wunderbar funktioniert, haben wir beschlossen eine Art 3 Generationen wohnen zu machen. Um mit 3 Partien (Großeltern, Eltern, meine bezaubernde Freundin & natürlich meine Wenigkeit) zusammen ziehen zu können ohne sich den ganzen Tag auf die Nerven zu gehen, braucht man natürlich viel Platz & tadaaaaaaa. Wir wurden fündig! Das absolute Traumhaus, meine Freundin und ich haben ganze 160qm zur Verfügung & die Kosten sind dadurch, dass es nunmal ein Familienzusammenleben ist, dementsprechend gering.
So verbessert sich die unsere alle Lebenslage, da wir in den letzten Jahren vom Pech verfolgt wurden und endlich einen Neustart brauchen, alles zurücklassen und ins 400km weit enfernte.....
NIEDERSACHSEN ziehen.
Was daran so schlimm für mich ist? Dort ist die Haltung von giftigen bzw hochgiftigen Tieren als Privatperson grundsätzlich verboten. ABER man kann eine Ausnahmegenehmigung erhalten, wenn:
1. man ein Gegengift für das gehaltende Gifttier parat hält und
2. die Tiere keine Gefahr für 2te/3te (...) darstellt.
und sich anschließend mit den dafür Zuständigen auseinander setzt.

Klingt eigentlich garnicht so kompliziert. Also habe ich mir, brav wie ich bin, ein paar Stichpunkte aufgeschrieben, ein paar Nummern rausgekramt und das Ordnungsamt angerufen.
Ich sprach mit einer sehr freundlichen Person, der ich meine Situation schilderte. Ich hatte grade die ersten Sätze gesprochen, da sagte der Herr "da kann ich ihnen nicht weiterhelfen, dafür ist das Kreisveterinäramt zuständig. (Hatte ich vorher schon dran gedacht, aber ich dachte ich frag erstmal beim Ordnungsamt an, da kann man nichts falsch machen.) Ich erhielt die Nummer und rief an. Eine nette Dame, neue Runde, neues Glück. Das gleiche Spiel von vorne, ich erkläre meine Situation. Die Frau spaßte etwas rum & zeigte damit, dass sie nicht von Spinnen und Co. begeistert ist. Also wurde ich weiterverbunden und nochmal & nochmal & nochmal.
Das Ganze ging circa 1 1/2 Stunden, bis ich bei einer Dame landete, die sich auskannte und mich an die Zuständige Dame verbunden hat. Jedoch ging dort ihr Vertreter ans Telefon, welcher mir leider nichts sagen konnte. Hat sich meinen Namen & meinen Heimatsort notiert und mir eine E-Mailadresse genannt, an die ich meine Situation schreiben soll & erwähnen soll, um welche Tiere es sich handelt.
Also habe ich mich hingesetzt und eine enorm ausführliche E-Mail verfasst (dauerte eine ganze Stunde) und versendete diese an die mir genannte E-Mailadresse. Das ist nun 2 1/2 Wochen her & ich habe immernoch keine Antwort bekommen. Als ich nochmal einen Anruf versuchte, kam die gleiche Nummer - niemand im Haus, versuch es später oder schreib ne E-Mail. headwall headwall headwall
Wann wieder jemand da ist, weiß keiner & sowieso hat da ja keiner eine Ahnung von irgendwas.

Was mach ich nun? Der Umzug rückt immer näher und ich möchte weder meine Zucht noch meine Haltung aufgeben.
Habe die Gesetzlage dann noch ein paar mal durchgelesen, nach der Suche nach einer Macke & tatsächlich fand ich eine.
"... für Privatpersonen..."
Wie wäre es denn, wenn ich hier unten in NRW ein Gewerbe als Witwenzüchter anmelde & dieses beim Umzug einfach ummelde. Ob mein Gewerbe nun erfolgreich ist, müsste doch relativ sein, oder? Schließlich bin ich nun keine "Privatperson" mehr.
Kann mir wer weiterhelfen? Ich bekomme langsam echt die Krise!

Ich danke jedem, der mir weiterhelfen kann! please please please please
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Re: Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tier

Postby Jacko » Sunday 28. September 2014, 10:14

Hey Penny,
Ich bin ebenfalls für solche Gesetze und bin der gleichen Meinung wie du, dass sie sogar schärfer sein sollten. Ein Sachkundenachweis sollte bei den Tieren Pflicht sein, aber all' diese Regeln helfen ja nichts, wenn man keinen Weg findet, diese einzuleiten/einzuhalten.

Ich plane einen eigenen Gifttierraum, der abgeklebt wird (wie genau mache ich mir noch Gedanken drüber, hatte vorerst an doppelseitiges Klebeband gedacht), und zwar jede Tür, jedes Fenster, jeden noch so kleinen Schlitz bzw. jede Möglichkeit den Raum zu verlassen wird abgesichert. Den Raum betreten nur meine Freundin und ich (also die Halter) und auch nur unter strengen Sicherheitsmaßnamen(Schützende Kleidung, das notwendige Equipment und nur wenn man voll konzentriert ist usw.). Für das Gegengift sorge ich auch, das ist alles keine Ursache, ich zahle da gerne für.

Mein Problem ist einfach, dass ich niemanden erreicht bekomme, der mir mal sagt was ich tun muss oder mir die Möglichkeit für eine Genehmigung gibt. Ich habe bestimmt mit 15 Personen gesprochen & nur zwei von denen, konnten mir etwas dazu sagen. Nummer eins kannte die Zuständige, und Nummer zwei, die Zuständige, war nicht erreichbar.
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Re: Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tier

Postby Jacko » Sunday 28. September 2014, 11:48

Nicht das ich wüsste...
Habe es ja ein paar mal bei der für meinen Kreis Zuständigen versucht, aber die kriegt man nicht an's Telefon. Leider ist das sogar Ortsabhängig, ob du da eine Chance hast oder nicht. Demnach kann dir sogesehen kein anderer was sagen, als diese Dame...
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Re: Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tier

Postby Jacko » Sunday 28. September 2014, 20:28

Danke für die Bemühungen & die umfassende Antwort, Jost.

Aufgrund des §55 Abs.1 Nr.4 des Niedersächsischen Gefahrenabwehrgesetzes (NGefAG) in der Fassung vom 20.Februar 1998 (Nds.GVBl. S.101) wird im Einvernehmen mit dem Innenministerium für den Bereich des Landes Niedersachsen verordnet:
§ 1
(1) Es ist verboten, nicht gewerblich Giftschlangen einschließlich der Nattern der Gattungen Dispholidus und Thelotornis, Giftechsen, tropische Giftspinnen und giftige Skorpione zu halten.
(2) Der Landkreis oder die kreisfreie Stadt kann Ausnahmen von dem Verbot des Absatzes 1 genehmigen, wenn
durch die Haltung des gefährlichen Tieres im Einzelfall keine Gefahr für Dritte entsteht und
gewährleistet ist, dass die Tierhalterin oder der Tierhalter von dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt festgelegte Gegenmittel und Behandlungsempfehlungen bereithält.
(3) Ausnahmen nach Absatz 2 sind zu befristen und unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs zu erteilen.
§ 2
Die nicht gewerbliche Haltung eines in der Anlage aufgeführten Tieres bedarf der Genehmigung. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn durch die Tierhaltung im Einzelfall die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird.

Die besagte Anlage beinhaltet dann Raubtiere, Affen (...) aber nichts, was mich betrifft.


In dem Artikel, den du gepostet hast, steht aber folgendes:

"In Niedersachsen seien zudem nicht tropische Giftspinnen wie Schwarze Witwen sowie andere Gefahrtiere wie Riesenschlangen gar nicht erfasst." (Artikel am 05.08.14 veröffentlicht)

Entweder ist die Gesetzlage im Internet veraltet oder der Herr Tünte hat sich irgendwie vertan.
Wen soll man denn nun glauben? Ich bekomme schließlich nicht einmal jemanden an's Telefon, der mir (NUR!) eine AUSKUNFT geben kann.


In Hamburg z.B. gibt es eine Gefahrtierverordnung in Form einer Liste. Dort sind die Tiere, die nicht erlaubt sind, exakt und ausführlich aufgelistet.
In Niedersachsen muss man sich mit einem einzigen Satz zufrieden geben.


Was dieses Thema betrifft, höre/lese ich dieses Zitat mehrmals täglich, was wohl Antwort genug auf die "Such wen, der eine Genehmigung hat" Nummer wäre.
Das ist bestimmt mein 10ter Post dies bezüglich & man liest immer wieder die gleichen Tipps, stößt auf massig sich widersprechender Texte/Gesetze/Aussagen von Sprechern oder Medien.

Die "Arbeit" mit meinen eigenen Witwennachzuchten steigert mein Selbstbewusstsein (bin ein extremer Grobmotoriker mit zittrigen Händen) & versüßt mir den Tag. Die Ämter äußern sich mit Sätzen wie "Wir wollen das Hobby nicht verbieten oder einschrenken (...)"
Ich würde mich kein einziges Mal beschweren, wenn ich jede von mir gehaltene Gattung einen Kurs belegen müsste oder sogar einen Sachkundenachweis ablegen müsste, weil es dann an mir, meinem Wissen & meinen Fähigkeiten liegt, eine Genehmigung zu erhalten. So würde man die "schwarzen Schafe" in der Gifttier oder auch in der Exotenhaltung generell aussortieren und die Unfälle auf ein Minimum senken. Niemand zahlt über 1000€ für einen Sachkundenachweis, ein Tier, einen eigenen Raum (...) um es dann nach 2 Wochen im Wald auszusetzen...
Im Endeffekt sagt das Gesetzt "Du darfst nur, wenn die zuständige Person grade einen guten Tag oder einen zu viel Gekippt hat."
So viel Sinnlosigkeit auf einmal & man kann (scheinbar) nichts machen, abgesehen von der illegalen Haltung, die ich aber nicht befürworte. Ein Bissunfall kann selbst den Besten der Besten unterlaufen & dann steht man da.
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Re: Bitte um Hillfe! Durch den Umzug verliere ich meine Tier

Postby Jacko » Tuesday 30. September 2014, 19:20

Hey Jost,
das wäre immerhin einen Versuch wert! Danke! :)
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